Tidenkalender für Frankreich-Reisende

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Das Besuchen der Küsten in Nord- und Westfrankreich bei Ebbe verspricht häufig gute Fossilfunde. Sie werden daher von vielen Sammlern aufgesucht. Ich möchte hier deshalb einmal auf die Gefahren hinweisen, denen man sich bei Unkenntnis der genauen Tiden einer Region aussetzt.

 

Die Küsten sind sehr unterschiedlich und ebenso der Tidenhub. Im Bereich von St. Malô z.B. beträgt der Tidenhub regelmäßig etwa 12 Meter. Dieser kann bei Sturm z.B. sehr viel höher ausfallen als bei ruhiger See. Es ist auf  jeden Fall wichtig, dass man seinen Aufenthalt am Meer sehr sorgfältig plant, um nicht in Not zu geraten.

Sicher gibt es Küsten wie z. B. bei Villers-sur-Mer, Houlgate und auch St. Jouin Bruneval, bei denen man nicht ertrinken würde, wenn der Rückweg durch Hochwasser abgeschnitten wird. Aber es könnte passieren, dass man viele Stunden an einem Hang ausharren müsste – vielleicht bei Kälte oder gar Dunkelheit.

Andere Küsten haben sehr hohe steile Kreidekliffs wie bei Cap-Blanc-Nez oder Criel Plage.

Hier schlägt die Brandung bis an den Fuß des Kliffs und man muss deshalb unbedingt bei auflaufendem Wasser diese Regionen rechtzeitig verlassen – die einzige Möglichkeit, der Flut zu entkommen. Wer einmal bei Sturm beobachtet hat, wie hoch und mit welcher Gewalt die Wellen an die Küsten branden und dabei das Grollen der Steine und Felsen gehört hat, welche von der ungeheuren Kraft bewegt werden, der wird verstehen, wie wichtig ein Tidenkalender ist.

Der nachfolgende Link führt Sie auf eine französische Seite, auf der für sehr viele Orte der Tidenkalender aufzurufen ist:

www.meteoconsult.fr

Hier kann man einen gesuchten Ort eingeben und erhält dann den aktuellen Wetterbericht und die Tiden des Tages.

Will man für eine Vorausplanung einen ganzen Monat sehen, geht man auf dieser Seite weiter über  Marine – Marées – und gibt hier wiederum den gesuchten Ort ein.

Über diesen Link lassen sich auch etliche Orte in ganz Europa aufrufen.

   
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