Makrofotos mit Hilfe einer Vorsatzlinse erstellen

Details

Immer wieder werde ich gefragt, wie ich meine Makrofotos  erstelle. In diesem Artikel erläutere ich eine wenig praktizierte Möglichkeit zur Erstellung von Makrofotos.

 

Bis vor einiger Zeit habe ich meine Mikro-Fossilien durch ein Binokular (MBS-10) fotografiert.

 

Binokular mit aufgesetzter Kamera

Die Fotos unter Quartär Mikrofossilien sind alle auf diese Weise entstanden.

Ich fand die Prozedur relativ aufwändig und vor allem störte es mich, dass ich meine Kamera nicht wirklich fest mit dem Binokular verbinden konnte.

Deshalb kaufte ich mir über eBay eine gebrauchte Makro-Vorsatzlinse und einen Adapter, damit ich die Linse vor meine alte Olympus C740 klemmen konnte.

Adapter für die Kamera

Kamera mit aufgeschraubtem Adapter

 links Snap-on-Adapter, rechts Raynox Makrolinse

 

Kamera mit Adapter und Makrolinse
bereit zum Fotografieren 

Ich habe mich für die Raynox  DCR-250 Makrolinse (Achromat) entschieden, weil diese in Tests gut abgeschnitten hat und ich wurde nicht enttäuscht. 

Die Handhabung  ist denkbar einfach:  Den Adapter belasse ich permanent auf der Kamera, wodurch die Linse der Kamera noch etwas geschützt wird. Die Makro-Vorsatzlinse klemme ich bei Bedarf einfach darauf. Sie sitzt absolut wackel frei . Selbstverständlich verwende ich für die Aufnahmen ein Stativ und benutze den Selbstauslöser, um Verwacklung durch manuelles Auslösen zu vermeiden. Ich fotografiere in diesem Fall nicht mit dem Makro Programm meiner Kamera, sondern verwende das Programm mit Blenden Vorwahl (A). Ich wähle eine sehr kleine Blende (große Blendenzahl), wodurch ich die größt mögliche Tiefenschärfe erreiche. Der Arbeitsabstand beträgt ca. 12 cm und ich benutze den Tele-Zoom, wodurch ich die maximale Vergrößerung bekomme.

Ich bin mit den Ergebnissen sehr zufrieden.  Ich habe keine Rand-Unschärfen festgestellt und sollte es dennoch welche geben, stören sie nicht, da ich ja jedes Bild sowieso ausschneide, um einheitliche Objektgrößen zu produzieren.

Die Linse lässt sich auch auf Kameras mit einem Filtergewinde von 43 mm aufschrauben. Darüber hinaus kann man sie mit dem Snap-on-Adapter, der zur Linse mitgeliefert wird, auf alle Kameras  klemmen, die einen Objektiv-Durchmesser von 52-67 mm haben.

Der Preis für die gebrauchte Linse lag mit ca. 40,-€  inkl. Versand unter dem einer ordentlichen Digicam.

Bilden Sie sich am besten selbst ein Urteil, indem Sie meine Fotos unter Kreide Mikrofossilien ansehen.

   
© fffotos